Jan Desmarets (Ypern, 21. Januar 1961) ist ein flämischer Bildhauer. Desmarets wurde in Ypern geboren. Er verbrachte seine Jugend in Wervik. Er studierte Bildhauerei an der Königlichen Akademie für Schöne Künste in Gent. Rechtsanwalt Jef Vermassen charakterisiert diesen flämischen Bildhauer folgendermaßen:
Man kann sich die Frage stellen, wie die Anziehungskraft der Skulpturen von Jan Desmarets zu erklären ist. Diese Anziehungskraft liegt sowohl im Thema als auch in der Art und Weise, in der das Thema verarbeitet wird. Und diese Art und Weise ist die Reflexion des Künstlers, seines Lebensstils, seiner Vitalität, seiner Denkweise und seiner Offenheit, die eigentlich auch eine Form des Selbstschutzes ist. Die Dualität, die jeden Menschen kennzeichnet, ist auch bei Desmarets vorhanden. Das ist logisch, aber hier dominiert das Positive. Man kann beispielsweise denken, dass der Künstler keinen einfachen Charakter hat, unbändig ist und zuweilen lautstark, während diejenigen, die ihn gut kennen, diese Verhaltensweisen völlig anders interpretieren, und sich dies alles in einem Bedürfnis situiert, sich auf allen Ebenen zu amüsieren, glücklich zu sein, auf das Positive einzugehen, und Lebensfreude und Dynamik auszudrücken. Dies strahlt sein Werk aus und das fasziniert den Betrachter. Er möchte diese Erkenntnis bewahren und darüber hinaus sein ästhetisches Gefühl hegen.
Was viele in den Skulpturen von Jan Desmarets direkt trifft, ist der Eindruck der Leichtigkeit, das scheinbare Schweben seiner häufig monumentalen Werke. Das ist natürlich eine Option des Künstlers selbst, die gänzlich in seine Darstellung einer sublimierten Wirklichkeit und einer gesteigerten Dynamik passt. In technischer Hinsicht ist es eine Glanzleistung, das Gleichgewicht und die Spannung so zu organisieren, dass sich die Figuren auf ein einziges Bein oder auf einen Fuß stützen, sodass die Berührungsfläche mit dem Boden auf einige Quadratzentimeter beschränkt wird. Dafür hat der Künstler deutlich viel Aufmerksamkeit. Man sieht dies unter anderem in seiner Gruppe laufender Menschen und Hunde, in seinem bemerkenswerten Bild von Zuschauern als ein auseinanderfallender Fächer, die sich alle auf einen Punkt stützen, und am deutlichsten vielleicht noch in seiner Abbildung sich aufbäumender Pferde. Gleichgewicht und Eleganz werden durch Fachkenntnis geschaffen, durch die Beherrschung technischer Anforderungen. Das Zarte der Materie leistet dem zusätzlich Vorschub. Der Künstler sagt es selbst: das Komplizierteste ist die Technik, die Inspiration und die Thematik sind nur ein Bestandteil des Ganzen, das Kreativität genannt wird. Es ist jedoch wohl ein Bestandteil, der den Unterschied macht